Bundesverband Hausärztlicher
Internisten e.V.

Herzlich willkommen auf der Homepage des BHI.

Der Bundesverband Hausärztlicher Internisten - BHI - e. V. vertritt die berufs- und gesundheitpolitischen Interessen hausärztlich tätiger Internisten und Internistinnen. Wir setzen uns dafür ein, dass auch in Zukunft weiterhin Internisten, neben der Allgemeinmedizin die hausärztliche Grundversorgung übernehmen. Der Verband ist offen für alle hausärztlich tätigen Kollegen die eine qualifizierte medizinische Tätigkeit mit und ohne Schwerpunkt pflegen. Lernen Sie uns und unsere Aktivitäten auf diesen Seiten kennen.

BHI-Newsletter Juni 2022

Neue pharmazeutische Leistungen- budgetierter Unsinn für viel Geld

Aufgrund des noch von Jens Spahn ersonnenen Apotheken-Vor-Ort-Stärkungsgesetzes wurde jetzt der Schiedsspruch zur Vergütung dieser neuen Leistungen erlassen. 90€ bekommt die Apotheke unter anderem für eine erweiterte Medikationsberatung bei Multimedikation (> 4 Medikamente). Insbesondere die im Vergleich zur hausärztlichen Vergütung unverhältnismäßig hohe Bezahlung dieser Leistung wurde zu Recht mit großer Empörung in der Ärzteschaft aufgenommen.

Aber der Teufel steckt dann doch im Detail: Die Schiedsstelle hat sich bei Ihrer Entscheidung nämlich gewissenhaft an der EBM-Ziffer 03230 (Problemorientiertes ärztliches Gespräch) orientiert. So kommt man bei einer obligatorischen 80 min Beratung bei 8 x 14,42 € abzüglich eines Abschlages auf 90€. Natürlich bekommen die wenigsten Kollegen für die Mehrfachberechnung der 03230 tatsächlich auf ähnliche Summen, insbesondere da die Ansetzung der Gesprächsziffer budgetiert ist. Allerdings sind auch die pharmazeutischen Leistungen budgetiert, garantiert werden pro Apotheke gerade mal 1000€. Also alles halb so wild?
Neben dem kommunikativen Desaster, welches erneut eine fehlende Wertschätzung der hausärztlichen Arbeit vermittelt, wird diese neue Beratungsleistung die Patientenversorgung nicht verbessern. Im Gegenteil es ist damit zu rechnen, dass verunsicherte Patienten ohne Termin ihren Hausarzt aufsuchen werden, um die vermeintlichen Gefahren der verordneten Medikation sofort besprechen zu wollen. Die Praxen müssen dann mühsam erläutern, warum gerade wegen der Niereninsuffizienz der ACE-Hemmer wichtig ist und nicht kontraindiziert.

Noch haben wir unter den Nachwirkungen des Spahn‘ schen Reformeifers zu leiden. Der neue Gesundheitsminister hat bisher noch keine Hinweise gegeben, was er reformieren möchte. Er hat nur klar gestellt, was zunächst eher nicht kommt wird: Entbudgetierung der hausärztlichen Vergütung, neue GOÄ , mehr Geld für die ambulante Grundversorgung bei leeren Kassen.
Wie lange die viel Leid gewohnten Hausärzte auch angesichts der unbefriedigenden Digitalisierung weiter stoisch Ihre Pflicht erfüllen werden, bleibt abzuwarten.

 

Beste Grüße aus Berlin

Dr. Kai Schorn
Vorsitzender BHI

BDI Position August 2021

Hausärztliche Versorgung
Internistinnen und Internisten als Schlüssel gegen den Hausärztemangel

Der Hausärztemangel ist in vielen Regionen in Deutschland, besonders im ländlichen Raum, bereits Realität. Politische Fördermaßnahmen auf Bundesund Länderebene haben bislang nicht die gewünschten Effekte erzielt, weil gesetzliche Regelungen die Fachgruppen in der hausärztlichen Versorgung ungleich behandeln.

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BHI-Newsletter April 2021

Eine vom BHI zur Verfügung gestellte Patienteninformation zur freien Verwendung.

Kooperation mit Deximed

DEXIMEDDeximed ist das unabhängige Onlinemedium für Hausärzte. Es bildet über einen einzigen Zugang den neuesten Stand der gesamten Hausarztmedizin ab, ist strukturiert wie ein Handbuch, aber viel umfangreicher und kontinuierlich aktualisiert, und liefert auch zu schwierigen Themen umfassendes, verlässliches und evidenzbasiertes Wissen. Ab Dezember 2019 können BHI-Mitglieder Deximed zu einem vergünstigten Preis nutzen. Der BHI unterstreicht mit diesem Angebot sein Engagement für eine hochwertige Fort- und Weiterbildung niedergelassener Internisten.

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